Archive for März 2010

Mahabalipuram

März 29, 2010

Am Schluss meiner Reise machte ich nochmal einen grossen Sprung nach Mahabalipuram unterhalb von Chennai.

Im Dezember 2004 haben, nachem die Andamanen zerstoert wurden die letzten Auslaeufer des Tsunamis Mahabalipuram erreicht . Am Dancefestivals zu Vollmond versammeln sich  10000ende Inder fuer drei Tage an diesem Ort. Sie essen, schlafen und leben  auch genau an diesem Strand.

Danach verwandelt sich dieser Ort wieder eine Idylle und man teilt das Dorf mit den Bewohnern und einigen Touristen.

Vielleicht  koennte man sogar barfuss ueber den Sandstrand bis ins ca. 60 km lange Chennai gehen. Vermutlich ja.

In dem Hafen dieser Stadt werde ich mich fuer zehn Tage von meinem Bike verabschieden.

Ziel Kuala Lumpur in Malaysia.

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On the road again

März 28, 2010

Seit langem began ich wieder mein Zelt aufzustellen Ich stand wieder  frueh auf, musste auf  Dornen schlafen und mich gegen Muecken wehren. Mittags fuhr ich waehrend der Hitze nicht und abends war ich auf Zeltplatzjagd.  In Bangalore war der Gurudwara-Tempel kein Uebernachtungsplatz mehr. Diesmal blieben mir die Tore verschlossen. Ich durchfuhr karges Land und verliess mich einzig auf meine Ausruestung. Ich fand Abstand zu meinen vielen Erlebnissen an den schoensten Orten dieses Landes

So bekam ich wieder das unbekannte Indien zu sehen. Touristen werden hier nur in vorbeifahrenden Busen gesehen.

Die Landschaft aehnelt weiten Strecken den Felsformationen Hampis. und ab und zu lassen sich wild lebende Pfaue sehen.

Den einzigen Kontakt zu Menschen hatte ich an Tankstellen oder wenn ich meine Vorraete aufuellte.

Nach vier Tagen kam ich in der Dunkelheit in Mahabalipuram unterhalb von Chennai an. Ich war am Golf von Bengalen angekommen.

Hampi

März 24, 2010

Mittlerweile war hier so heiss geworden, dass die Batteriesaeure zur Haelfte verdunstet war und ich das Motorrad nicht mehr starten konnte. 5 Liter Benzin waren verdampft , wie auch immer . Die Zeit scheint an diesem Ort stehengeblieben zu sein.  Millionen Jahre haben die erstaunlich balancierenden Felsformationen hervorgebracht und man fragt sich wie dieses Gleichgewicht auch nur ein weiteren Tag bestehen  kann.

Die magische Atmosphäre dieses Ortes fesselt einen und man kann eine erstaunlich lange Zeit damit verbringen die weit verstreuten Ruinen zu erkunden und sich vorstellen welche immense Bedeutung dieser Ort fuer die Menschen gehabt haben muss. Oder man verbringt einen ganzen Tag damit liegend Schach in einem der Restaurants am Fluss zu spielen.

Von Ozean zu Ozean

März 14, 2010

Ein Tag am Meer,

Goa

Ich habe die zwei also mit ihren Fahrraedern kurz vor Goa verloren. Als ich dort  ankam blieb ich haengen. 

Draussen am Meer geht der Strand flach ins Wasser. Man sprintet hienein bis  man nach vorne kippt und zur naechsten Sandbank krault. Dann springt man ueber seichtes Wasser,  taucht ein und krault nochmal bis man noch genuegend Luft hat. Man versucht dann einer grossen Welle nach vorne zu entfliehen bis man in ihrem Schatten nach oben gezogen und an Land gespuelt wird.

Ein schoener Bergpass kommt dem ziemlich nahe.

Mein Motorrad hat in Indien ein paar harte Schlaege einstecken muessen. Fuer Lkw’s gelten andere Regeln und Nachlaessigkeiten sind auf meiner Reise  zu einem schwer kalkulierbaren  Risiko  geworden.

 Ich beobachte weiter das Meer. Weit draussen scheint  eine grosse Welle auf mich zukommen.

Ich hole tief Luft.

Kurioses

März 11, 2010

Fokuhila? Der Mann mit den zweitlaengsten Ohrmuschelhaaren

der Welt. Er will sich in 10 Jahren den Titel hollen dann ist der erste

so denkt er

tot.

Richard Gere in India?

Schoenheit hat ihren Preis indische Frauen wollen nicht zu braun werden.

Gefunden und verloren

März 4, 2010

Von  Mumbai nach Goa

Wir waren in den Nachrichten. Am naechsten Morgen bekam ich einen Anruf von der Polizei. Es war der 60 Nationalfeiertag Indiens, und es war schon problematisch mein auslaendisches Vehikel im Hinterhof  meiner Reisebekanntschaft einfach so abzustellen. Seit dem Anschlag auf das Taj Mahal Hotel vor nicht allzu langer Zeit waren die Leute uebervorsichtig. Die Ankunft von Susanne und Juergen mit ihren schwer beladenen Fahrraeder am naechsten Tag verdeutlichte dies nur allzu sehr. Bei dem Anruf  jedoch handelte es sich vielmehr um einen Expolizisten, der mich kennenlernen wollte. Er wollte irgendetwas von meiner Mision wissen. Im nachhinein erfuhr ich das er mich sogar finanziell unterstuetzen wollte.

Ich fuhr trotzdem und folgte einer Einladung nach Mahad aufs Land mit einem Zwischenstop in Pune. Die Suche nach den beliebten Osho-Ashram war kurz in der  Millionenstadt. Dort zu uebernachten war mit einer Mitgliedschaft gegen Bares und mit einem HIV-Test verbunden. In der luxurioesen und bewachten Anlage waren die Leute alle lila gekleidet. Man empfahl mir  doch zu relaxen und in der naheliegenden German Bakery,  einem Travellertreffpunkt zu gehen.  Zwei Wochen spaeter wurde genau dieser Ort in die Luft gesprengt. 9 Menschen waren zur falschen Zeit am falschen Ort.

Ich fuhr weiter. Die Landschaften aendern im Gegensatz zur flachen Gangesebene schnell ihr Gesicht. Die Gegend um Mahad gleicht dem Grand Canyon, und eine Tagesreise suedlicher sollten die weissen Sandstraende beginnen. Seit unserem dritten Wiedersehen versuchten wir gemeinsam zu reisen. Dies ging dreimal gut. Das ungenuegende Kartenmaterial jedoch machte eine genaue Planung unmoeglich. So verlor ich Susanne und Juergen etwas noerdlich von Goa aus den Augen.