Archive for April 2010

Andere Laender andere Sitten

April 28, 2010

Nordsumatra

Ich befinde mich gerade am Ende der Regenzeit sodass ich auf meiner Route abwechselnd warm geduscht und nach kurzer zeit  wieder trocken gefoehnt werde. Doch ich empfinde dies als eine willkommene Abwechslung nach vier Monaten ohne einen Regentropfen in Indien.

Am Strassenrand sehe ich eine Hochzeitsgesellschaft.Lachende Menschen tanzen zu froehlicher Musik in traditioneller Kleidung. Die Frauen hier sind huebsch und flirten gern.

Ich bleibe in einiger Entfernung stehen. Doch ich werde von den Leuten herangewunken. Als ich naeher trete und mir die Menschen um mich herum den blick zum Geschehen freigeben, blieb mir der Atem stehen. Anstatt ein glueckliches Paerchen zu sehen lag eine tote Frau aufgebahrt vor mir  Mein unglaeubiges Gesicht schien dem Mann neben mir Ansporn zu sein dem Schauspiel eine Krone aufzusetzen. Er durchschnitt  imaginaer seine Kehle und mit grinsenden Gesicht teilt er mir mit das sie nun endgueltig erledigt sei. Offensichtlich  vermischen Batak ihre Tradition mit der christlichen Kultur und was fuer mich makaber erschien ist hier normal.

Einige lachen und die Frau hinter mir traegt einen abgetrennten Bueffelhintern auf ihrem Kopf und will von mir Fotografiert werden

Naja ein gewisses Grinsen konnte ich mir auch nicht verkneifen

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Ship and go

April 25, 2010

Malaysia

Malaysia war ein Transitland. Allein Kuala Lumpur haette es verdient etwas mehr Zeit dort zu verbringen. Die Metropole mit dem drittgroessten Gebaeude der Welt den Petronastowern  war ein grosser Gegensatz zu Indien.

Im Hafen von Port Klang baute ich mein Motorrad wieder zusammen. Die erhoehten Transportkosten zwangen mich das Volumen zu reduzieren.

Ich entschied mich ueber die Cameron Highlands nach Penang Island im Norden des Landes zu fahren um mein Bike von dort weiter zu verschiffen. Von dort sollte es nur eine Tagesreise bis nach Medan im Norden Sumatras von Indonesien sein.

Thank you India

April 9, 2010

Der richtigen Zeltplatz waehrend der Reise in Indien zu finden ist wie Versteckus fuer Erwachsene. Es haengt allerdings eher vom richtigen Zeitpunkt als vom Ort ab. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bevor es zu dunkel wird um die Felder zu bestellen und die Moskitos ihre Unterschlüpfe aufgeben, wenn das Licht durch die Palmen und Buesche faellt ist es Zeit sich zu positionieren. Am besten auf einer Anhoehe nicht zu weit von der Hauptstrasse.  Und je nachdem wie gut dann das Nachtlager ist kann man dann ein Feuer machen und sich ueber die Angst der Anderen vorm Dunkeln lustig machen.  Immer klappt das nicht aber man wird besser. Ich wuerde mal sagen Indien gegen  Chrieschi 1 zu 1.

Indien verleiht einem Fluegel und schmettert einen im naechsten Augenblick zu Boden.

War mit Adam und Lana und ihrer Endfield  on Honeymoon , hatte zwei bescheuerte Unfaelle und eine menge Glueck :-), habe Susanne und Juergen zum dritten mal wiedergetroffen.

Aber das ist nur eine von unendlich vielen Geschichten aus denen dieses Land gewebt ist. Mann muss hingehen um das gesehen zu haben.

Indien ist kein Land.

Indien ist ein Kontinent.

Verschiffung

April 6, 2010

Chennai

In  der viertgroessten Stadt Indiens blieb mein Motorrad stehen. Gelaehmt musste ich mit anschauen wie der Strom an Rikschas, Bikes, Bussen und Autos an mir vorbeizog. Als ich an diesem Morgen meinen Laptop starten wollte sah ich nur eine schwarze Mattscheibe. Und das hatte nicht mit dem Stromausfall zu tun, der den ganzen Tag anhalten sollte. Sehr wohl war dies ein Grund fuer die Mitarbeiter der Indonesischen Botschaft keine Visas auszustellen. 40 Grad im Schatten gaben mir den Rest. Entnervt drehte ich den Zuendschluessel um, und bestellte mir erstmal einen Chaj am Strassenrand um zur Ruhe zu kommen. Die Leute sagen hier der Strand sei der zweit laengste der Welt.

Ich stand auf, schloss den Stromkreis wieder, legte den zweiten Gang ein. Nach zwei Metern liess ich die Kupplung kommen und der Motor sprang wieder an.

Zum Glueck war ich in Chennai, so dass ich ohne groessere Probleme eine passende Batterie finden konnte.

Ich entschied mich ein letztes mal in Indien mit meinem Motorrad an den Marinabeach in der Naehe des Hafens von Chennai zu fahren.

Weit draussen sieht man wie sich die Linie zwischen Luft und Wasser in einen langgezogenen Bogen wandelt.  Selbst das Meer in der Bucht von Bengalen muss sich dieser Kraft beugen. Viele Frachtschiffe gehen von hier aus in die ganze Welt. Mein Schiff benoetigt zehn Tage um im Hafen von Port Klang anzukommen. Die Stadt befindet sich unweit von Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysiens. Ich habe viel gehoert ueber Malaysia und Indonesien.

Ich trinke nochmal einen Chaj.

Ich moechte mich hierbei nochmal bei der zuvorkommenden Agentur in Chennai bedanken. Das freundliche und professionelle Team ermoeglichte mir zu einem guenstigen Preis einen reibungslosen Uebergang.

Addresse

Skylark Cargo Services

Custom House Agent

No. 1 Elango Salai, 1st Floor

600018 Chennai

Tel: 044 42170952

Email chennai@skylarkcargo.com