Archive for Mai 2010

Urlaub

Mai 24, 2010

Bali

Wenn ich nun Morgen aufwache weiss ich zur Abwechslung genau wo ich sein werde. In einem schoenen Hotel mit Freunden und Famile. Mit Sicherheit sind die Leute freundlich hier und das Essen ausgezeichnet. Die Matratze ist Frisch ueberzogen und nicht durchgelegen. Das Zimmer ist nicht dunkel. Anstatt einem laut quitschenden Ventilator gibt es Aircondition. Man hoert, sieht und riecht das Meer.

Meine Schwester Heidi und ihr Freund Konsti  besuchen mich auf der Urlaubsinseln Bali.

Auf einer Reise wie dieser ist es wichtig eine Balance zwischen Erlebten und deren Verarbeitung zu finden.Es gibt Zeiten des Reisens und Zeiten des Verweilens. Zeit nachzudenken und wenn moeglich vorauszuschauen. Oft lese ich das Leute mich beneiden

Doch das ist eine romantische Vorstellung. Diese Reise ist kein Urlaub ich verzichte auf sehr viel und um ehrlich zu sein fordert sie mich mehr heraus als ich dachte.

Zwar sehe ich fremde Kulturen und Laender, doch bin ich nur sehr selten wirklich Teil davon

Ich bin auf der Durchreise

Heute abend weiss ich schon was ich tun werde.

Nichts!

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Die Schwefeltraeger am Ijen Plateau

Mai 14, 2010

Ostjava

Die Aussicht und ein Java Café Arabica entschaedigen fuer die schlechten Strassen hinauf ins Ijen Plateau. Ich schnalle den Helm an den Lenker und lasse mein Motorrad vorbei an Kaffeplantagen und Baumalleen weiter hinab ins Tal rollen.

Zweifellos hat dieser Ort seine magische Wirkung auf mich und diese Menschen in den weinigen Siedlungen hier.

Die Ebene wird Kreisfoermig von Vulkanen umschlossen. Einer davon ist der 2800 meter hohe Mt. Merapi

Dort liegt umgeben von Felswaenden der Kwan Ijen, ein gruener Kratersee, der staendig von einem dichten Schwefelnebel eingehuellt wird. Die Erde ist tief zerfurcht und von einer duennen Schwefelschicht ueberzogen. Pflanzen schaffen es nicht in dieser lebensfeindlichen Oase zu ueberleben.

Doch Menschen arbeiten hier. Sie atmen die giftigen Daempfe ein und schinden ihre Koerper um in Koerben den Schwefel ins Tal zur Weiterverarbeitung zu transportieren.

Bis zu 100 kg schultern sie dabei und ueberwinden 300 Hoehenmeter. Wer einmal einen Zementsack zwei Stockwerke hoch getragen hat weiss welche Leistung diese Traeger taeglich vollbringen.

Das Durchschnittsalter dieser Arbeiter liegt bei 45.

Als ich fahre sitzen einige Traeger am Strassenrand und erholen sich. Das mein Reise mich fuer vier Wochen nach Bali fuehrt behalte ich fuer mich.

Zelt mit Fussbodenheizung

Mai 14, 2010

Heisse Naechte in Westjava

Hiermit moechte ich zu einer wichtigen Campingregel kommen. Baue dein Zelt nicht auf einem Vulkan auf. Ein Geysir scheidet auch aus.

Zurueck zur Natur

Mai 9, 2010

Ost Java

Obwohl mich auf der Faehre von Sumatra nach Java zwei nette Damen nach Jakarta einluden habe ich mich entschieden dieses Ballungsgebiet grossraeumig zu umfahren.

Die Karte sah fuer diese Alternative eine schoene weisse Klare Linie entlang der Suedkueste vor.

Doch irgendwie schien diese Strasse nicht zu existieren Nach ca 100 km unterhalb von Bogor loeste sich der Weg langsam unter mir auf bis nur noch vereinzelte Asphaltbrocken Zeugen einer Verbindung zur naechsten Ortschaft waren. Schliesslich lies der Dschungel nur noch schlammige Schlagloecher zurueck .Und obwohl mich die Karte wieder einmal im Stich lies wollte ich nicht aufgeben.

An der Weggabelung ins Nichts sass ein alter Mann vor seinem Haus. Er zeigte in den Dschungel. Ich musste an die Westkueste Sumatras denken und ein kurzes Laecheln huschte ueber mein Gesicht.

So dachte er wohl es wuerde mir gefallen was er eben gesagt hatte und Grinsend fuegte er hinzu das es dahinter so bleiben wuerde.

Langsam wurde es dunkel und ich musste einen Platz zum Uebernachten finden.

Es blieb mir nichts anderes uebrig als mein Zelt irgendwo im Dschungel aufzubauen.

Cowboy in Paradise

Mai 6, 2010

Westkueste Sumatras

Wusstet ihr eigentlich das auf indonesich Mata Hari Sonnenuntergang  heist?

Das Bild ist allerdings  der  untergehende Vollmond

Es ist schon ein bischen traurig das ich soweit fahren musste um endlich ein unberuehtes Land zu entdecken.

Wie ein Cowboy im alten Amerika floh ich von der Zivilisation um endlich den Traum vom eigenen, urspruenglichen Fleckchen Erde zu finden.

Es schien so das ich irgendwo an der Westkueste Sumatras diesen Ort gefunden habe

Es ist ein erhabenes Gefuehl eine Umgebung vollkommen wahr zu nehmen. Zeit scheint hierbei keine Bedeutung zu haben. Kleine von Felsen umschlossen Straende gibt  es hier.

Ein Zelt ist hier Gold wert.

Auch ich blieb nicht unbeobachtet. Am naechsten Morgen loesen mich zwei neugierige  Indianerinnen, ich meine Indonesierinnen aus dem naheliegenden Dorf aus meiner Entdeckerillusion. Abwechselnd wollen sie ein bild von mir auf ihren Handys. Zu meiner Freude scheint es ihnen ein Vergnuegen zu sein sich von Bild zu Bild immer naeher an mich zu schmiegen.

Auch das blieb nicht unendeckt und so wurde es zeit wieder aufzusatteln, sorry ladies

Kein schlerchter Start in den Morgen. Gut gelaunt schwinge ich  mich zurueck in meinen Sattel und ziehe weiter.

Back in the sattle.