Archive for the ‘Australien’ Category

Die Goldsucher

Juli 7, 2011

Eins was klar. Um an das Gold zu kommen brauchte ich Maschinen. Und es stellte sich heraus das Rob alles an Wissen und Geraeten besass was noetig war um mich aus meiner mislichen Lage zu befreien.Wir arbeiteten zusammen und wurden immer besser bis wir eines Tages eine Stelle fanden, die so reich wie zu den Zeiten des Goldrausches im 19. Jahrhundert war. Aber mein Visum fuer Australien lief aus und das Wasser begann wieder zu steigen.

Und so endete alles wie es begann mit viel Regen. Doch ich hatte erreicht was ich wollte und noch ein bischen mehr ;).

 

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Last Chance El Dorado

Mai 9, 2011

Am Schluss meiner Reise war nur noch ein Ort uebrig geblieben. Von dort sollte es entweder zurueck nach Hause oder irgendwo nach Amerika gehen. Die letzten zwanzig Kilometer nach El Dorado waren schnurgerade. Das Land war flach und erlaubte einen Blick auf die felsige Hügelkette am Horizont.

Ich fuhr an der stillgelegten Dredge, einem Schwimmbagger zur Goldgewinnung vorbei und schlug mein Zelt an einem kleinen See hinter dem Dorf  auf.

Ich begann meine Suche flussaufwärts. Nach zwei Wochen fand ich nichts und meine Hoffnung schwand.

In Gedanken fuhr ich der langen Sandbank vor der grossen Flussbiegung entlang und kam an das Ende.

Hinter einem unscheinbaren Felsvorsprung tauchte ich den Spaten in den Flusskies.

Gold ist da wo man es findet

Ich hatte meinen Platz gefunden

The Goldrider

April 27, 2011

Ich musste nicht viel und meine Moeglichkeiten Gold zu finden waren eingeschraenkt. Meine Ausruestung entsprach dem der alten Goldsucher aus dem 19. Jahrhundert.  Nur das ich neben  Hacke, Schaufel und einem Sieb nicht ein Pferd sondern mein Motorrad unter mir hatte. Aber was hatte ich schon zu verlieren. So folgte ich den Geistern der alten Goldsuchern in der Hoffnung diesmal soviel zu finden um zumindest nach Amerika zu kommen.

Nach unzaehligen Minen, Fluessen und Geschichten ueber spektakulaern Funden kam ich nach Creswick bei Ballarat im Sueden Viktorias an .

Hier stimmten alle Bedingungen und nach veielen schoenen Wanderungen entlang des Baches sties ich auf eine Stelle in der die Flut neue Erde freigelegt hatte. Der Ort befand sich abgelegen an einer alten Mine. Gold zu finden ist wie Weihnachten, wenn man als Kind ein Geschenk bekommt, das man sich lange sehnlichst gewuenscht hat.

Ich verbesserte meine Technik Tag fuer Tag doch sollte sich bald wieder herausstellen das auch dieser Ort nicht ausreichen wuerde.

Viele Orte waren nicht mehr uebriggeblieben und meine Suche nach Gold sollte bald zu Ende gehen.

Aber ich bekam einen Geheimtip ;).

Der Goldstreifen am Horizont

April 1, 2011

Alles began mit einem Zufall. Ich wich den letzten  Flutwellen nach Suedaustralien aus und landete in einer verlassenen Goldgraebersiedlung aus dem 19. Jahrhundert bei Rushworth in Viktoria. Ich wusste nicht dass ich mich nahe dem goldenem Dreieck Australiens befand, bis ich an einer Wasserstelle auf einen Tasmanier sties. Ich war mitten im Busch und der Wegweiser zu meinem Campingort war nicht mehr zu erkennen, sodass ich die falsche Abzweigung nahm und genau an der Stelle landete an der man Gold finden konnte.

Der Tasmanier lieh mir einen Sieb und eine Pfanne zum Goldwaschen Es war nicht viel  was nach einem Tag da in meiner Pfanne funkelte. Doch es war die Chance meine Reise doch noch fortzusetzen.

Ich war im Goldfieber

Zur falschen Zeit am falschen Ort

März 19, 2011

Es war wie verhext. Ich hatte alles versucht doch nirgendwo schien es moeglich zu sein Arbeit zu finden. Es sollte einfach nicht sein.

Es schien so als waere ich jedesmal zur falschen Zeit am falschen Ort.

Ich entschied mich deshalb vor Sydney meine Reise abzubrechen und dem  ewigen Regen nach Melbourne auszusweichen. Ich wollte noch den Australischen Sommer in Viktoria verbringen um im Fruehjahr wieder nach Deutschland zurueckzukehren.

Mein Weg fuehrte mich ueber die Blue Mountains und den Snowy Mountains.

 

Doch dann kam alles ganz anders.

Land unter Down Under

Februar 21, 2011

Die Jahrhundertflut

 Die Unfaelle am Plenty Highway waren die unheilsamen Vorboten fuer das was auf mich  zukommen sollte. Ich war nicht nur mit dabei ich war Mittendrin. Einzig geschuetzt durch mein Zelt, welches langsam undicht wurde. Im Regen konnte und wollte ich nicht fahren, allein schon deshalb weil meine Aluboxen durch die Unfaelle  nicht mehr dicht waren.

Der Kleber meiner Schuhe loeste sich wegen des Schwefels am Ijenplateau langsam auf. Es gab Naechte an denen ich alles auf meiner trockenen Isomatte fluchtbereit  stapelte, weil der Fluss gefaehrlich nahe an mein Zelt angestiegen war.  Naechte in denen ich die Abstaende zwischen Blitz und Donner abzaehlte, mein Zelt gegen den Sturm verankerte und hoffte das Aeste oder gar Baume mich verschonen wuerden. Ich war an meine Grenzen gekommen.

Danke nochmals an alle die mir in dieser Zeit geholfen haben. Durch die unfreiwilligen Pausen hat sich meine Reise mittlerweile um drei Monate verlaengert, was sich mittlerweile auch spuerbar auf meine finanzielle Lage auswirkte……

 

Dezember 8, 2010

Ein paar bilder von mir aus  sydney.

Old Harbour Bridge

… mit Opera

…bei nacht

…. und die andere Seite

Noerdliche Ostkueste

November 10, 2010

Es war viel zu machen am Motorrad als ich endlich den passenden Strand fand.  Camping for free, Dusche ein bischen Angeln, Kokosnuesse und ab und zu kommen ein paar Traveller vorbei und schmeisen eine Party und das Beste ich kann  am Strand entlang in die naechste Ortschaft fahren. Nobody cares.

Perfekte Bedingungen um mein Bike wieder so gut wie moeglich herzurichten.

Grenze zu Queensland

Oktober 29, 2010

Noch einmal richtete ich mein Bike auf und fuhr los um zumindest den Fluss zu erreichen. Aber ich stuerzte nicht mehr  und ich kam im dunkeln sogar an eine 20 Sehlengemeinde mit 2 Zapfsaeulen und einem Pub an. Ein Ort der nicht tiefer im Busch sein kann.  Mit  Dreck ueberzogen blieb ich  in der Schwingtuer der Kneipe stehen. Ein schoener bunter Flachbildschirm ueber dem leuchtenden Kuehlschrank mit Bier und Speiseeis zogen mich und die Aborigines die darunter sassen in ihren Bann. Es waren die einzigen Farben seit Tagen.  An den Waenden waren Bilder des Pubs als er nur mit Booten erreichbar war. Es konnte also noch schlimmer kommen.

It` s lika a game

Ich weiss nicht ob der Jeepfahrer durchgekommen war aber am naechsten Tag wurde die Strasse gesperrt.

Ich hatte es geschafft.

 

Mein Schienbein begann zu schmerzen und im stillen dachte ich mir das dieser Gelaendetrip einer der bloedsten Ideen war die  ich bisher hatte. Zumindest durfte ich mein Zelt aufstellen, duschen und mein Bike wieder zusammenflicken.

Die Leute sagen das dieses Wetter ziemlich ungewoehnlich war. Nach 15 Jahren der Trockenheit und Buschfeuern fuellten sich wieder die Speicherseen in Queensland.

Ich hatte noch 800 km vor mir bis ich mein eigentliches Ziel die subtrobische Ostkueste Australiens erreichten wuerde.

No worrys

Oktober 11, 2010

 

Der Plenty Highway

Manchmal ist es schwer den leichten weg zu gehen.

Obwohl die Wettervohersage eine wage Regenwahrscheinlichkeit in den naechsten Tagen vorausgesagt hatte strahlte der Himmel in sorglosem Blau. Ohnehin wuerde ich die 700 km unbefestige Strasse in zwei Zuegen durchqueren. Ich durfte nur nicht zu schnell fahren da ein Teilabschnitt der Strecke an die Grenzen meiner Tankkapazitaet reichte.

Its like a game hoerte ich den Jeepfahrer murmeln als ich den grossen Adlern am Himmel nachglotzte und mir meine Chancen ausrechnete.

 Ja, nur nicht zu schnell fahren. 

 Doch schon nach einer Weile lies ich mein Bedenken in trockenen Staub zurueck. Leicht lies sich mein Motorrad ueber sandige, lehmige und felsige Abschnitte manovrieren. Meine Zuversicht wuchs und ich entschied mich mein Zeltlager bereits nach ca. einem drittel der Strecke auf einer kleinen Anhoehe zu errichten. Dieser Platz erlaubte mir einen weiten Blick ueber die flache Landschaft. Bis hierhin gehoerte die Strasse nur mir und es sah so aus als wuerde sich das am naechsten Tag auch nicht aendern.

Stunden spaeter riess mich trommelnder Regen auf dem Zeltdach aus meinem Schlaf. Es war kuehl geworden und der Himmel sah aus als haette ein grosses schwarzes Loch alle Lichter verschluckt. Bis hierhin hatte ich auf meiner gesamten Reise nur einen Regentag gehabt und jetzt erwischte es mich an einem Ort der mich der Natur voellig ausgelieferte .

Als ich mein nasse Behausung verstaute und mein Bike wieder auf den Weg brachte stellte ich fest das es schon die Tage zuvor geregnet haben musste. Die sandigen und felsigen Abschnitte  konnten mein Motorrad gut tragen. Aber der lehmige Grund war schwer wie Blei und tuekisch wie Eis.  Bloody slipery

Es war hoechste Zeit diesen Ort zu verlassen, wenn ich ueberhaupt noch von hier kommen wollte

Ich musste mich also schnell bewegen.

Doch der Schlamm lehmte meinen Vorwaertsdrang  und ich verlor mich in immer wilder werdenen Schlangenlinien.

Unzaehlige male riss mir der Matsch meine Motorad aus den Haenden Die boxen wurden wie Konservendosen aus ihrer Verankerung gerissen und ich verlor 3 meiner 4 Wasserkanister.  

Wertvolle Zeit verstrich waehrend ich versuchte nach jedem abgeladenen Gepaeckstueck das Motorrad wieder aufzurichten. Benzindaempfe raubten mir die luft. Die Fussraste hatte sich an meinem Schoner vorbei in mein Schienbein gebohrt doch ich spuerte keinen Schmerz. Eine der spanischen Karteikarten lag neben meinem verrusten Kocher im Matsch. Los pajaros pueden volar, Voegel koennen fliegen stand darauf. Der Tag begann sich zu verdunkeln.  Ich wuerde es nicht mehr schaffen…..